Kennst du das Gefühl, wenn dir etwas fehlt & du nicht weißt, was es ist? Du sitzt da & bist unglücklich ohne wirklichen Grund?

Ich kenne solche Momente. Die Welt mit all ihrem Wunderbaren & Schönen scheint nichts zu sein. Egal was passieren würde, man weiß dass etwas fehlt. Etwas wichtiges, ohne das man immer meinte nicht weiterleben zu können.

Leider muss man weitermachen. Für die Umwelt. Nur um den Schein zu wahren alles wäre in Ordnung. Aber keiner fragt sich, ob dies wirklich so ist, denn keiner traut sich hinter die Fassade zu sehen, die man sich mühseelig aufgebaut hat. Die perfekte Tarnung und Täuschung für das Umfeld. Schließlich lauern dort die Abgründe der menschlichen Seele & in dieser Gesellschaft darf man keine Schwäche zeigen, denn wer den anderen einen Angriffspunkt bietet, wird fertig gemacht.

Also üben wir vor dem Spiegel lächeln, reden uns ein alles sei gut und spielen unsere Rolle so gut, dass niemand etwas merkt. Dies kostet unendlich viel Kraft, aber mit jedem Tag wird man besser und glaubt eines Tages selber an das, was man den anderen erzählt.

Doch in Momenten wie diesen, in denen man eine tiefe Trauer ohne ersichtlichen Grund verspürt, erinnert man sich an den, der man eigentlich ist.

Sei es der Verlust eines geliebten Menschen, ein traumatisches Ereignis oder etwas anderes, das wir verdrängen, wir sind seitdem nicht mehr die selben. Wenn so etwas passiert ist, meint das Umfeld, es würde einen verstehen. Ich jedoch sehe das anderes: Keiner versteht einen wirklich, denn jeder von uns trägt seine eigenen Gefühle, Emotionen & Erinnerungen in sich, die die anderen nicht im Geringsten nachvollziehen können.

Woher wollen die Eltern wissen, wie sehr man unter dem Tod des Opas und der unheilbaren Krankheit der Oma leidet? Woher wollen sie wissen, welche Erinnerungen man mit den beiden teilt, an denen sie keinen Anteil hatten? Woher wollen sie wissen, wie es ist der geliebten Oma und zweiten Mutter beim geistigen Zerfall zuzusehen, wenn die körperlich noch fit ist und das Gefühl zu haben in der Kindheit zu wenig Zeit mit ihnen berbracht zu haben?

Aus all den Erfahrungen, die ich gemacht habe, habe ich gelernt, dass man in manchen Situationen keine Hilfe von außen bekommen kann. Vieles muss man mit sich selbst ausmachen und versuchen damit zu leben, denn leider gibt es nicht für alles im Leben eine Lösung. Die einzige Art damit zu Recht zu kommen ist, es zu akzeptieren. Man muss stark sein und manchmal bleibt einem nichts, außer der absoluten Verzweiflung und dem sehnlichsten Wunsch nach Normalität..

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30.5.14 14:28

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